Yaris WRC

Hey, das

geht ab!

 

TOYOTA DRIFTET SCHON IN SEINEN ERSTEN WM-RENNEN ZUM SIEG. WER STEHT HINTER DEM FURIOSEN RALLYE-COMBACK?

Nach 17 Jahren Pause muss man vielleicht daran erinnern: Toyota – das ist einer der großen Namen der Rallye-Historie. Legendär sind Piloten wie Carlos Sainz, Juha Kankkunen oder Didier Auriol, die Weltmeisterschaften in Serie eroberten. Je drei Titel bei den Fahrern und bei den Marken gingen an Toyota, zahlreiche Rallye-Autos aus dem Hause (man denke nur an den Celica mit den charakteristischen Klappscheinwerfern) wurden Kultobjekte. Mit Ende des vergangenen Jahrtausends trat Toyota dann von der großen Rallye-Bühne ab, um sich auf andere Serien zu konzentrieren. Nun aber ist es wieder so weit: Toyota driftet wieder in der Rallye-Weltmeisterschaft. Das Comeback hat Fans rund um den Planeten zunächst in Hochspannung versetzt – und dann in Begeisterung: Jari-Matti Latvala holte schon in den ersten drei WM-Läufen einen Sieg und einen zweiten Platz, in der Gesamtwertung lauert er nur knapp hinter Leader Sebastien Ogier. Man spürt förmlich Latvalas Hunger, nach drei Vizeweltmeisterschaften nun mit Toyota den großen Triumph zu schaffen.

Eine Rallye-Legende wird Teamchef

Hinter Toyotas WRC-Comeback steht ein Mann, der Vergangenheit und Zukunft in einem sauberen Drift miteinander verbindet: Tommi Mäkinen. Der Mann aus Puuppola, nun 52 Jahre alt, hat hinter dem Steuer vier Mal die Rallye-Weltmeisterschaft erobert (1996, 1997, 1998, 1999), er hat 24 WM-Läufe gewonnen – darunter fünf Mal die Finnland-Rallye und vier Mal den Klassiker in und rund um Monte Carlo. Nun ist er der Mann am Steuer des Toyota Gazoo Racing WRC Teams. Aus dem obersten Lenker des Sports ist der oberste Denker geworden. Ein Siegertyp, der vor Zuversicht strotzt. „Unser Auto ist ein gut gebautes Auto mit unglaublichem Potenzial! Der Yaris WRC ist schnell und zuverlässig.“

Größter Heckflügel der Rallye-Geschichte

Bereits bei der ersten Präsentation des Autos ließen Fans und Journalisten ihrer Begeisterung freien Lauf. Binnen Minuten ging der Satz vom „aggressivsten World Rallye Car der Generation 2017“ um die Welt. Mitverantwortlich für diesen Eindruck ist wohl der Heckflügel, der wahrscheinlich größte der Rallye-Geschichte. Aber auch bei den Außenspiegeln geht Toyota sehr eigene, kreative Wege. Den Vortrieb des 1,19 Tonnen schweren WRC übernimmt ein Vierzylinder-Benziner mit Turboaufladung und Direkteinspritzung, der aus 1,6 Litern Hubraum mehr als 380 PS entwickelt. Das maximale Drehmoment liegt bei über 425 Nm, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 201 km/h. Das Erscheinungsbild ist klassisch: weiß, schwarz, rot.

Teamchef Mäkinen fuhr selbst die ersten Testkilometer. Und Latvala, der neue Starpilot, hat sich hinter dem Volant des Yaris sofort wohlgefühlt.

In der Entwicklungsphase fuhr Teamchef Mäkinen selbst die ersten Testkilometer. Es folgten zug tausende Erprobungs-Kilometer in Finnland, in Spanien, auf Korsika. Entscheidend aber war, das sich der neue Star in Toyotas Fahrerriege hinter dem Volant des Yaris sofort wohlgefühlt hat. „Es fühlte sich wie eine Heimkehr an“, lächelt der 31-jährige Jari-Matti Latvala, der 16 seiner 169 WM-Rallyes gewinnen konnte und schon 57 Mal auf dem Podium gestanden ist. Klar, denn: „Meine erste Rallye bestritt ich 2001 in einem Toyota Corolla AE86 – und in einem solchen Auto fuhr ich auch meinen ersten WM-Lauf.“ Obwohl er spät zum Toyota-Team gestoßen ist, fühlte er sich schnell wohl – was auch daran liegt, dass Toyota Gazoo Racing sehr stark von Finnen geprägt ist – und die gelten ja gemeinhin als die, die diesen Sport in den Genen haben wie niemand sonst.

Langfristige Planung und volle Rückendeckung von ganz oben

Juha Hänninen, der Pilot des anderen Yaris-Boliden, ist mit 35 ebenfalls ein Routinier. Er konnte bislang drei WM-Läufe gewinnen, 2012 war er Europameister. Aber Toyota denkt wie immer auch langfristig: Unterstützt wird das Team von Testfahrer Esapekka Lappi, der gerade Weltmeister der WRC2-Serie geworden ist und als das große Talent für die Zukunft gilt.

Präsident Toyoda ist selbst Rennfahrer und hat Teamchef MÄKINEN persönlich angeheuert.

Wichtig für den Erfolg des Teams ist auch die Rückendeckung von ganz oben. Akio Toyoda, Enkel des Unternehmensgründers und mit 53 Jahren jüngster Präsident der Toyota-Geschichte, hat das WRC-Projekt selbst auf den Weg gebracht. Der begeisterte Hobby-Rennfahrer mit Inkognito-Auftritten beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring lernte Rallye-Legende Tommi Mäkinen bei einem Fahrerlehrgang kennen – und war so begeistert, dass er ihn zum Teamchef machte. Für Akio Toyoda ist es klar: „Toyota Gazoo Racing hasst es zu verlieren – und wir wollen den Fans in den nächsten Monaten eine klare Botschaft vermitteln. Nämlich: Toyota is back!“ Teamchef Mäkinen weiß: „Die neuen Regeln sorgen für viel größere Freiheiten bei der Entwicklung der Autos.“

Es zählt jeder Rennkilometer, auch für die Serie. Denn zum einen gilt der Rallyesport als wissenschaftliches Versuchslabor für die Motorsport-Fabrik, zum anderen dürfen sich Rallye-Fans auch auf eine straßentaugliche Umsetzung des Rallye-Abenteuers freuen: Das neue Top-Modell des Yaris mit rund 200 PS wird an das WM-Auto angelehnt sein. Also ein echter Superstar als „Pate“!

Verfolgen Sie das Toyota-Team in der Rallye-WM

     Erste Infos über das Yaris-Topmodell aus der Serie

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